Die Fachfrauen/Fachmänner für Neurophysiologische Diagnostik (kurz FND) messen elektrische und andere Biosignale am Menschen. Sie führen auf Anweisung von Fachärzten und Fachärztinnen mit Hilfe von medizintechnischen Geräten eigenständig diagnostische Untersuchungen durch.
EEG-Aufzeichnungen: Registrierung der Hirnstromaktivität z.B. bei Verdacht auf Epilepsie oder deren Therapieüberwachung, prächirurgische und intraoperative Diagnostik, Schädel-Hirn-Verletzungen, Bewusstseinsstörungen, Koma, Demenzen, psychiatrische Erkrankungen oder forensische Untersuchungen
Evozierte Potenziale: Untersuchungsmethode des Zentralnervensystems, die auf einer Reizung eines Sinnesorgans oder peripheren Nervs und der Beobachtung des dadurch ausgelösten elektrischen Potenzials beruht. Zum Beispiel bei Verdacht auf Multiple Sklerose oder anderen Hirnstamm- oder Rückenmarkserkrankungen.
Polysomnografie/Polygrafie: Methode zur Aufzeichnung von mehreren Parametern während des Schlafes, insbesondere des Gehirns, des Herzens, der Atmung, der Sauerstoffsättigung, der Muskulatur und der Augenbewegungen, bei Verdacht auf verschiedene Schlafstörungen.
Vigilanztests: Tests zur Überprüfung der Vigilanz bei Abklärungen von Tagesschläfrigkeit, Sekundenschlaf etc.
Die FND sind mit den sich rasch ändernden Bedingungen im Gesundheitswesen und der demografischen Entwicklung konfrontiert. Der Umgang mit verschiedenen Patientengruppen vom Frühgeborenen bis zum alten Menschen mit komplexen, teilweise auch polymorbiden Erkrankungen erfordert ein hohes Mass an Belastbarkeit und Empathie. Der Fortschritt der Technik, präziser werdende Diagnosemöglichkeiten und deren Komplexität verlangen technisches Verständnis, Flexibilität und Lernbereitschaft.
Voraussetzungen für diesen Beruf:
Den Kursteilnehmern steht ein hochqualifiziertes und motiviertes Lehrteam zur Verfügung, das ein breites theoretisches und praktisches Wissen aus dem gesamten Bereich der Neurophysiologie vermittelt.
In Workshops werden praktische Handlungskompetenzen wie z.B. das richtige Messen des 10-20- Systems, die Beschreibung von EEG- und PSG- Kurven und vieles anderes mehr, eingeübt. Ebenso werden in verschiedenen Spitälern fakultative Praktika angeboten.
Da dieser Lehrgang ein Vorbereitungskurs für die Berufsprüfung ist und nur eine kleine Anzahl (max. 25 Personen) aufgenommen werden kann, ist dieser Kurs hauptsächlich Personen, die bereits im Bereich der Neurophysiologie arbeiten oder eine Stelle in Aussicht haben vorbehalten.
Für Fragen steht Ihnen D. Ramljak, Leitung FND- Lehrgang gerne zur Verfügung.
Tel: 044 387 61 11, Mail an Frau Ramljak